HV 1200

Erlebnisreise nach Mecklenburg-Vorpommern

Die diesjährige Mehrtagesfahrt des Heimatvereins Saerbeck führte die die über 50 Teilnehmer  nach Mecklenburg-Vorpommern in die Hansestadt Demmin. Mit einem örtlichen Reisebegleiter wurden die Sonneninseln Rügen und Usedom “erfahren”. Beeindruckend auf Rügen war der Besuch des UNESCO Weltnaturerbes “Alte Buchenwälder” im Nationalpark Jasmund. Hier durfte natürlich auch ein Besuch des “Königstuhls” an den bekannten Kreidefelsen nicht fehlen.
Eine Besichtigung der großen Störtebeker Naturbühne, direkt am Strand der Ostsee gelegen rundete diesen Tag auf der Insel Rügen ab.
Eine Erlebnisreise durch die Welt der nördlichen Meere, ohne nasse Füße zu bekommen, bot der Besuch des Ozeanums in der Hansestadt Stralsund, in dem die vielfältige und geheimnisvolle Unterwasserwelt des Nordens erkundet werden konnte. Ein geführter Rundgang durch die Stralsunder Altstadt durfte an diesem 2. Tag der Reise aber auch nicht fehlen.
Ein Besuch der sonnenreichen Insel Usedom mit kilometerlangen, feinsandigen Stränden und den  Kaiserbädern Heringsdorf und Ahlbeck, geprägt durch eine Vielzahl architektonischer und reizvoller Eindrücke, durften am folgenden Reisetag natürlich nicht fehlen.
Im Gegensatz dazu stimmte die Reisenden der Aufenthalt auf dem Gebiet der ehemaligen Versuchsanstalt für Militärwaffen aus dem 2.Weltkrieg in Peenemünde sehr nachdenklich, wo u.a. damals die Rakete entwickelt wurde, die Tod und Verwüstung bis nach England trugen.
Auf der Heimreise wurde die Landeshauptstadt Schwerin mit dem bekannten Schloss sowie die Altstadt  unter fachlicher Führung erkundet. 

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Bericht in der WN vom 29.10.2019

Halbtagestour zum Fussballmusuem in Dortmund

Saerbeck - 40 Teilnehmer besuchten am Samstag das Fussballmuseum in Dortmund.
Kann man Fußball überhaupt in einem Museum zeigen?
Dass dies möglich ist, davon konnten sich am Samstagnachmittag die 40 Teilnehmer überzeugen,
die sich unter Leitung des Heimatvereins auf den Weg in das deutsche Fußballmuseum nach Dortmund aufgemacht hatten.

Runde

Foto Heimatverein Saerbeck
In zwei Gruppen aufgeteilt, erfuhren die Saerbecker in einer Führung viele Details und Anekdoten über die Geschichte der Nationalmannschaft, dem Werdegang des Frauenfußballs, aber auch über das Auf und Ab des Vereinsfußballs. Nach dem 120 minütigen kurzweiligen Rundgang durch das 3.000 qm große Museum, in dem 3D-Animationen begeisterten, da sie dafür sorgten, dass Fußballgrößen wie Sepp Herberger wieder erlebbar wurden, konnten die Besucher noch selbst gegen den Ball treten. Torwandschießen, Kickerspiele und ein Indoor-Fußballplatz luden zum Selbermachen ein.
Dabei waren die jungen Teilnehmer besonders erfolgreich. Beim Dribbeln stellten die mitgefahrenen Kinder eine Allzeitbestmarke auf.
Am Ende der Veranstaltung waren sich alle einig: Es war eine gelungene Halbtagestour, die Jung und Alt begeisterte.
Stadion

Foto Heimatverein

 

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Heimatpflege einmal anders.
Der Heimatverein Saerbeck lädt seine Mitglieder zu einem Besuch des deutsche Fussballmuseums in Dortmund ein.
Die Tour findet statt am 26. Oktober. Start ist um 12.00. Mit einem Bus geht es nach Dortmund, vor Ort wird eine Führung durchs Museum angeboten, die Rückkehr in Saerbeck ist für 18.00 Uhr geplant. Die Gesamtkosten betragen für Erwachsene 20 €, für Kinder 15 €.
Anmeldungen sind ab sofort online möglich über die Homepage des Heimatvereins Pfeil
oder telefonisch bei Harald Schütz Harald.

Die Besucher erwartet in Dortmund mehr als nur ein Museum. Magische Momente und Originalexponate des Fussballs sowie technisch-interaktive Highlights einschliesslich eines 3-D-Kinos machen deutlich, warum der Fussball als die bedeutendste Nebensache der Welt gilt. 2015 eingeweiht, beherbergt das DFB-Museum einmalige Fundstücke der deutschen Fussballgeschichte wie die von allen Spielern unterschriebene  Originalverpflichtungserklärung der DDR-Elf bei der WM 1974, den aus dem Rasen herausgefrästen Elfmeterpunkt, von dem Andreas Brehme 1990 beim WM-Finale  in Rom den Siegtreffer gegen Argentinien schoss. Auch der originale, ungeputzte Fussballschuh von Marion Götze ist zu sehen, mit dem er 2014 -erneut gegen Argentinien- in der Verlängerung das entscheidende Tor zum 4.WM-Titel schoss. Und natürlich wird auch das Geheimnis um das berühmt-berüchtigte dritte Tor beim WM-Finale 1966 in Wembley gelüftet.

All das und noch viel mehr wird den Teilnehmern unter fachkundiger Führung präsentiert und erläutert. Und am Ende werden auch alle wissen, welcher Spieler es weltweit als einziger geschafft hat, bei zwei Weltmeisterschaften zwei Elfmeter mit zwei verschiedenen Füssen zu verwandeln.

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Der besondere Kreuzweg

 Der besondere Kreuzweg in Saerbeck

Junge Leute für den Heimatverein zu interessieren und gleichzeitig ein Stück Saerbecker Heimatgeschichte zu vermitteln.
Beides ist dem Heimatverein mit  seinem "Kreuzweg der besonderen Art" gelungen. Viele junge Saerbecker folgten Josef Berkemeier und Peter Dütsch zu dieser ungewöhnlichen Exkursion auf Schusters Rappen.
Besucht wurden die Standorte der historischen und noch betriebenen Gaststätten im Saerbecker Ortskern. Und das waren einige.
Deutlich mehr als es die gut 20 Teilnehmer im Vorfeld geahnt haben. Namen wie Hase, Unkel, Hagemann, Möllers (Hilbert),Liesenkötter, Willebrandt, Dyckhoff, Dierksen (Winter), der Dorfkrug, seit 1974 Dahm`s Hoff und ausserhalb des Ortskerns Deitermann (Potthoff), Kloppenburg (Mersmann), Ruhmöller, Stegemann und andere verschafften den Saerbeckern ein dichtes  gastronomisches Angebot. Hinzu kamen noch die 3 Schnapsbrennereien der Familien Dalmöller-Nienhaus (heute Brennereimuseum und Heimathaus), Deitermann und Hase.
Unter der sachkundigen Führung von Josef Berkemeier und Peter Dütsch wurden nicht nur die verschiedenen Stätten der Saerbecker Gastbetriebe aufgesucht, zu jeder wurden auch überlieferte Geschichten und zahlreiche "Dönkes" aus alten Tagen erzählt.
Und natürlich gab es auch das eine oder andere passende Getränk dazu. Auch die "Sol-Eiertradition" der historischen Gastststätte Willebrandt wurde wieder belebt.
Die Teilnehmer erfuhren eine Menge über die wechselvolle Geschichte des Saerbecker Gaststättengewerbes. Um 1900 gab es für die seinerzeit  1570 Einwohner  sagenhafte 15 Schankstuben und Gaststätten! Vor allem der sich stetig entwickelnde Fuhrmannsbetrieb von Ibbenbüren nach Münster sorgte neben der Nachfrage durch die einheimische Bevölkerung für zusätzliche Gäste. Allein um die Saerbecker Kirche herum gab es in Spitzenzeiten gleich 6 Schankstuben, in denen man geselligen Kontakt pflegen konnte. Das Bier dazu  kam aus Münster, Greven und Burgsteinfurt. Weil nicht jeder gleich gut mit dem Gerstensaft und dem Klaren umgehen konnte, wurden zeitweise "Säuferlisten" ausgehängt. Wer darauf namentlich genannt war, dem durften die Wirte bei Strafe keinen Alkohol ausschenken.
1930 verfügte Saerbeck immer noch über 9 Gaststätten. Bei Hagemann, Möllers und Liesenkötter konnte man auch übernachten.
1982 gab es dann im Ortskern mit den Gaststätten Möllers (später "Zur Post"), Else Winter (heute Markt 23) und dem Dorfkrug nur noch 3.
Die Gaststätte Hagemann war 1981 der Dorfkernsanierung zum Opfer gefallen. Hier steht heute das Cafe Liesenkötter.
Viele historische Begebenheiten und Dönkes wussten Peter Dütsch und Josef Berkemeier anschaulich zu jedem Standort erzählen. Manch einer der Teilnehmer konnte aus Erzählungen von Eltern und Grosseltern den einen oder anderen Schwank beisteuern. Und so verging die Zeit im Fluge.
"Ein anschauliches Stück Orts-und Heimatgeschichte, lebendig und anschaulich präsentiert und erzählt", zogen am Ende alle ein positives Fazit. "Und Spass gemacht hat es auch noch."
Beim Abschluss im Heimathaus bestand dann noch ausreichend Gelegenheit, das Erlebte bei Bier und Bratwurst noch einmal Revue passieren zu lassen  und zu vertiefen.

Das Ziel, junge Saerbecker für Heimat- und Ortsgeschichte und die Arbeit des Heimatvereins zu intessieren, wurde voll erfüllt. Der "besondere Kreuzweg"  wird sicher nicht das letzte Mal gegangen worden sein.

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Bericht in der WN vom 10.4.2019

Saerbeck - Schulbücher, die kennen Schüler. Wie sie aber aussahen unter dem Nazi-Regime, erfuhren jetzt 150 Neunt- und Zehntklässler der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG). Josef Berkemeier vom Heimatverein, der die Geschichte des Zweiten Weltkriegs in der Region und besonders im Dorf aufgearbeitet hat, und der Zeitzeuge Alfred Maimann erzählten es ihnen. Von Alfred Riese
Der Zeitzeuge des Weltkrieg-Endes in Saerbeck, Alfred Maimann (links), mit Josef Berkemeier vom Heimatverein vor Schülern der MKG. Foto: Alfred Riese

 

„Totale Manipulation“

Kaplanei 
Auf der Leinwand ist die alte Kaplanei am Kirchplatz zu sehen. Foto: Alfred Riese

Eine Aufgabe aus einem Mathebuch dieser Zeit zitierten sie: Berechnet, was ein Erbkranker den Volkskörper kostet und dass es billiger ist, ihn umzubringen. „Totale Manipulation“, antwortete Berkemeier in der Mensa auf die Schülerfrage, ob das Nazi-Denken auch in der Schule durchgesetzt wurde. „Natürlich mussten wir unsere Lehrer mit „Heil Hitler“ grüßen, berichtete Alfred Maimann von seinen Erinnerungen.

Der Vortrag von Berkemeier und Maimann schlug den großen Bogen vom Ermächtigungsgesetz, dass das Regime der Nationalsozialisten und Adolf Hitlers im Deutschen Reich an die Macht brachte, über Gräuel und individuelles Leid des Kriegs bis zu dessen Ende – immer wieder mit Bezug zu Saerbeck, zu Saerbecker Ereignissen und Orten. Zum Beispiel zum heutigen Sparparadies, wo 1942 eine Radarstation stand. Oder zu der Arrestzelle am Ort des heutigen Pfarrheims, wo 1945 ein gefangener französischer Pilot erschossen wurde. „Ich habe die Schüsse gehört“, holte Alfred Maimann mit seinen Zeitzeugen-Schilderungen das Geschehen aus der Vergangenheit – ein Erzähler für viele.

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