HV 2020

"Piepkuchen" backen

Aktion "Piepkuchen backen"im Rahmen des Gemeindejubiläums "900 Jahre Saerbeck

am Jubiläumswochenende
Samstag, den 27.8.22 14-18.00
und Sonntag, den 28.8.22 10-18.00
am alten Bauerngarten hinter dem Mehrgenerationshaus
Die Veranstaltung findet unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Corona Bestimmungen statt.

Der Heimatverein möchte einen alten Brauch aus dem Münsterland wiederaufleben lassen, das Piepkuchen backen

Schon vor Jahrhunderten wurden vor den Herdfeuern Waffeleisen mit Teig in die Flamme gehalten Piepkuchen gebacken.

Jede Familie hatte ihr eigenes Rezept. Mal kommt Anis hinein, mal Honig, mal Sirup oder Rübenkraut. Die Bezeichnung des Gebäcks ist regional unterschiedlich: Hippen oder Hüppen, Neujahrshörnchen, Klemmkuchen, Eiserkuchen oder im Münsterland Piepkuchen. Verwendet wurden auch unterschiedliche Waffeleisen. Die meisten Eisen sind mit Ornamenten und Namen verziert, einige auch mit Jahreszahlen.

Um sich sachkundig beraten zu lassen, besuchten wir den Heimatverein Ladbergen. Hier berichten uns Diethelm Jasper-Hildebrand und Lothar Kröner, dass in Ladbergen schon kurz nach dem 30-jährigen Krieg (1618 bis 1648) Eiserkuchen gebacken wurde. Sie zeigten uns ein Waffeleisen von 1666. Piepkuchen oder Eiserkuchen war früher ein Fastengebäck, dass zwischen der Adventszeit und Aschermittwoch verzehrt wurde, damals noch ohne Zucker und andere leckere Zutaten.

Piep1Die Vorbereitungen und das Backen erfordern eine Einarbeitung:
Der Hefeteig wird in kleine Kugeln (Golfballgröße) gerollt und zwischen das vorgewärmte Waffeleisen geklemmt. Das Waffeleisen wird zusammengedrückt in das Feuer gehalten. Nach kurzer Zeit hört man das typische „Piepen“.

Wir bekamen vom Heimatverein Ladbergen einige Tipps, ein Rezept und leihweise ein Waffeleisen. Vielen Dank dafür!
Erste Erfahrungen haben wir auch schon gesammelt. Nicht alle Piepkuchen waren genießbar, aber einige waren schon sehr lecker.



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