HV 2020

Arbeitseinsatz am Hanfteich

Bericht in der WN vom 23.10.2020
Wo Froschkraut und Kopfbinse wachsen -

Saerbeck -
Am Hanfteich finden sich eine Vielzahl von Pflanzen, die gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind.
Die Trockenheit der vergangenen Jahre hat dem nährstoffarmen Hanfteich in Saerbeck arg zugesetzt. Nun schon im dritten Jahr hintereinander ist der Heideweiher, der sich nur vom Grundwasser und Regen speist, im Spätsommer ausgetrocknet. An den Randuferbereichen verdrängen mittlerweile aufkommende Faulbäume, junge Kiefern, Birken und Eichen den Lebensraum der Zwergbinsengesellschaften, die offene Flächen zum Wachsen benötigen.

   Hanfteich

Corinna Kaiser (4. von rechts) berichtete vom Projekt „Life“.

So trafen sich unlängst Mitglieder der Landjugend und des Heimatvereins am Hanfteich, um gemeinsam den Randuferstreifen von störenden Gehölzen zu befreien. Fachliche Begleitung erhielt die Aktion durch Dr. Peter Schwarze und Bettina Wegener von der Biologischen Station Kreis Steinfurt.

Zudem begrüßte Corinna Kaiser von der Bezirksregierung Münster die Akteure. Sie freute sich über das ehrenamtliche Engagement und berichtete über das Life-Projekt „Atlantische Sandlandschaften“, in dessen Rahmen 2018 der Hanfteich entschlammt worden war.

Dann kamen Spaten, Axt und Astschere zum Einsatz, um die aufkommenden Gehölze am Randufer mit Wurzelwerk herauszuziehen. Neben der Arbeit blieb auch immer Zeit, die Natur zu bewundern. Dr. Peter Schwarze zeigte begeistert den Anwesenden, dass hier heimisches Froschkraut und die sonst für den Betrachter unscheinbare Kopfbinse, beides Arten, die auf der Roten Liste stehen, wachsen.

In einer Pause hielt die Studentin für Geo-Wissenschaften, Meike Terlutter, einen kleinen Vortrag über die verschiedenen Libellen, die sie seit etlichen Jahren hier am Hanfteich erforscht. Faszinierend erzählte sie über Lebensweise und den Flugkünsten dieser Insekten.

Am Ende des rund zweistündigen Arbeitseinsatzes wurden die Teilnehmer auf Einladung der Bezirksregierung mit einem kleinen Imbiss belohnt.

Der Hanfteich ist das älteste Naturschutzgebiet Saerbecks. Zudem wurde er im europäischen Schutzgebietsnetz „Natura 2000“ aufgenommen, da es einen solchen Lebensraum kaum noch in Nordrhein-Westfalen gibt. Und dabei ist er doch so typisch für das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Gut die Hälfte von NRW wird dem Lebensraum der Atlantischen Sandlandschaften zugeordnet. Seit Beginn der Industrialisierung vor 150 Jahren haben Besiedlung und intensive Landwirtschaft dafür gesorgt, dass die ursprüngliche Vegetation, wie es sie noch am Hanfteich gibt, kaum noch anzutreffen ist.

Am Hanfteich finden sich eine Vielzahl von Pflanzen, die gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind. Dazu zählen beispielsweise Sumpf-Johanniskraut, Sumpf-Bärlapp und der Gagelstrauch.
siehe hierzu auch Galerie Bilder 2020



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Galerie-Heidefest-2019

Galerie-Heidefest-2019


Fotos Alfred Riese

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Bertlings Haar wird gepflegt

Saerbecks letzte Heide--Hier ein Bild vom ersten Heide-Einsatz im Jahr 2005
Es ist schon fast Tradition im Herbst die Heide zu pflegen. Im Oktober ist es wieder soweit. In einer Gemeinschaftsaktion mit der Landjugend sollen Wildgras-Bewuchs, Kiefer- und Birkenbestand vermindert werden. Der Spass dabei soll auch nicht zu kurz kommen. Nähere Informationen folgen noch.
Der Heimatverein unternimmt seit einigen Jahren Anstrengungen, es zu retten, damit auch spätere Generationen sich ein Bild davon machen können.

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Bertlings Haar ist ein schützenswertes Gebiet

Bertlings Haar ist ein schützenswertes Gebiet / Kein Mekka für Motor-Crosser

 Bericht aus der MZ vom 11.07.2019

Saerbeck -
Spuren von Motorcross-Fahrern sind in Bertlings Haar gesichtet worden. Offensichtlich nutzt eine kleine Gruppe das Heidegebiet in der Nähe des Bioenergieparks als Strecke für ihre Maschinen. Aber ist das eigentlich erlaubt? Von Jan-Philipp Jenke

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Foto Herbert Neise

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Heimatverein kümmert sich um die Heide

Heimatverein kümmert sich um die Heide Mit Hacke, Schaufel und Schaf

 Bericht aus der WN vom 16.10.2017

 Saerbeck - 

Mitglieder des Heimatvereins trafen sich am Samstag, um das letzte verblieben Heidestück im Sinninger Feld zu pflegen.

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