HV 2020

Projekte aktuell

Alle Berichte unserer aktuellen Projekte in cronologischer Reihenfolge.


 

Projekt Brandmeldeanlage

eigener Bericht

Alarm in der Brennerei

Schrille Töne aus der Brennerei verunsicherten letzte Woche die Nachbarschaft. Schnell wurde ihnen die Ursache erklärt:
Das Heimathaus und die Brennerei wurden mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet. In allen Räumen wurden Brandmelder angebracht und auch danach einzeln getestet.
Wir hoffen so, die unschätzbaren Werte im Heimathaus und in der Brennerei im Brandfall besser zu schützen.

Möglich wurde dies durch eine Spende der Sparda-Bank West in Rheine, vertreten durch Lars Teigeler, der uns dabei mit einer Spende in Höhe von 1.500 EURO unterstützt hat.

Die Anlage wurde in Eigenleistung installiert. Die Brandmelder wurden nach einem Montageplan nummeriert, in der Anlage registriert und danach in den Räumen von unseren „ehemaligen Feuerwehrleuten" Franz Josef Engeler und Norbert Winkelmann fachmännisch montiert.

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In der Anlage sind Rufnummern hinterlegt die automatisch im Alarmfall per Anruf und SMS angewählt werden. Hoffentlich wird dies nie passieren.

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Projekt Displays für Museum

eigener Bericht

Frohe Botschaft vom Regierungspräsidenten aus Münster.

Der Heimatverein erhält auch in diesem Jahr einen Heimatscheck.
2000 EURO erhält der Heimatverein aus dem Heimatprogramm des Landes NRW.
Heimatscheck2

Schon seit längerer Zeit planen wir, unser Museum attraktiver und erlebbarer zu gestalten und unsere Museumsführer bei den Führungen medial zu unterstützen.
Wir haben uns dazu vom „Steinbeis-Transferzentrum Institut für Breitband- und Medientechnik  Meschede“ beraten und ein entsprechendes Präsentationskonzept erarbeiten lassen.
Wir sind jetzt dabei, nach und nach die Vorschläge und Massnahmen umzusetzen, das Projekt Displays fürs Museum ist ein Baustein des Gesamtkonzeptes.

Durch das Projekt möchten wir in unserem Museum die bisherigen "analogen" Schau- und Hinweistafeln durch digitale Präsentationsbildschirme mit entsprechende aufgearbeiteten Darstellungen und Inhalten ersetzen.
Auf den Bildschirmen sollen verschiedenste Präsentationsarten wie Bilder und Filme sowie Power-Point Präsentationen wiedergegeben werden.
Besuchern mit Behinderungen können wir die Möglichkeit geben, auch ohne Barrierefreiheit auf medialem Wege  die Geschichte des Hauses, der Alkohol- und Kornherstellung sowie die historische Entwicklung des bäuerlichen dörflichen Lebens anschaulich zu erleben.
Historische Ereignisse und Entwicklungen in der Gemeinde sollen aufgearbeitet und medial anschaulich und lebendig dargestellt werden.
Die medialen Angebote sollen  unsere Museumsführer in ihrer Arbeit unterstützen und deren ehrenamtliche Arbeit attraktiver gestalten.  Der Wissenstranfer zwischen den vorhandenen Museumsführern und zu neuen Interessenten soll qualitativ verbessert werden.
Der Heimatverein freut sich sehr über den Zuschuss und versucht das Vorhaben zeitnah umzusetzen.

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Kreuz im Heckebaum

Elbergerds Kreuz 1Im bzw. am (alten) Heckebaum, einem Weg, der (ortsauswärts) von  der Ibbenbürener Straße, hinter Hausnummer 13, nach rechts wegführt, steht - nur rd. 5 Meter hinter dem hölzernen Schlagbaum - am rechten Wegesrand, in einer Gartenhecke, seit etwa 220 Jahren ein schon vor langer Zeit bis zum Querbalken versunkenes Kreuz, auch „Elbergerds Kreuz“ genannt.

Bei dem ziemlich glatt gearbeiteten Wegekreuz aus Ibbenbürener Sandstein, ohne Korpus und ohne Inschrift, scheint entweder der Fußbalken weitgehend zu fehlen oder aber es liegt bereits lange Jahre verkehrt herum im Boden. Auf letzteres könnten auf einer Seite zwei eingeritzte Linien hindeuten. Das Kreuz wurde später - ohne die Ausrichtung zu verändern - mit seinem Querbalken um rd. 6 cm hochgeholt, auf ein neues Fundament aufgesetzt und von hinten gesichert. Heute steht es bis etwa 74 cm hoch über der Oberkante des Fundaments. Es hat eine Querbalken-Spannweite von rd. 81 cm, eine Tiefe von 21 cm sowie eine - nach oben leicht abnehmende - Balkenbreite von bis zu 30 cm.

Das Wegekreuz soll 1801 zum Andenken an einen jung verstorbenen Sohn der Familie Elbergerd errichtet worden sein. Zu dieser Jahreszahl passt jedenfalls eine Eintragung im Saerbecker Totenregister von 1801 „Elbergerd, Josef - 6 Jahre alt“.

Der Sage nach ereignete sich seinerzeit folgendes: Die Dorfkinder bliesen gerne auf einer im Mai/Juni jeweils selbst hergestellten Flöte aus Weiden- oder Eschenholz,  „Happiepe“ oder „Sappiepe“ genannt. Diese fertigten sie, indem ein kräftiger, etwa 15 cm langer Ast solange mit dem Messergriff geklopft wurde, bis sich der Kern aus der Rinde ziehen ließ. Der gespaltene Pflock wurde in das - zum Blasen an einem Ende zusammen zu drückende - Bast-Mundstück eingesetzt. Ein Junge wollte besonders laut blasen und holte dazu ganz tief Luft. Dabei rutschte ihm die Flöte in den Hals, so dass er - ehe noch Hilfe kam - daran erstickte.

Das Kreuz soll an diesen tragischen Unglücksfall erinnern und auch zur Mahnung für alle Kinder dienen.

Elbergerds Kreuz 2Elbergerds Kreuz 3   Kreuz im Heckebaum Standort

 

 

 

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Voskorts Kreuz und Lazarus

Voskorts Kreuz 1Der Rochus-Bildstock wurde 1749 von den Eheleuten Arning (bis 1855 Eigentümerfamilie des Voskortschen Hofes), am Südhang des Nötle-Berges aufgestellt, und zwar am Abzweig ihrer Hofzufahrt vom alten Kirchweg. Mit der dazu parallelen Errichtung eines hölzernen Kreuzes und eines Opferstocks wurde eine Andachtsgruppe realisiert. Die Familie erhoffte sich damit wohl Schutz vor Tollwut, Pest und Cholera („Geschwüren“).

1923 ließ die spätere Eigentümerfamilie Voskort das inzwischen morsche Holzkreuz samt hölzernem Korpus durch ein vom Ibbenbürener Steinmetz Mühlenhoff aus Sandstein gefertigtes Steinkreuz, mit ebenfalls steinernem Korpus, ersetzen. Nachdem die alte Hofzufahrt von der Westladbergener Straße im Zuge der Flurbereinigung aufgehoben wurde, befindet sich die Andachtsgruppe seit 1976 rechts von der Hofeinfahrt.

Der Bildstock steht auf einem kleinen Rechtecksockel mit der Inschrift „GEBET DEN ARMEN AUS FRÖHLICHEN HERZEN SO WIRD GOT DEINICHT VERGESSEN: Anno 1749“. Darüber befindet sich ein Relief mit der Darstellung des Hl. Rochus in Pilgertracht mit Hut und Stab und einer Pestwunde am Oberschenkel. Ein Hund steht an seiner Seite. Dieser Hund dürfte die Ursache dafür gewesen sein, dass die Saerbecker den Rochus lange Jahre nicht als solchen erkannten und mit dem armen Lazarus (auf Bildern meistens auch mit Geschwür leckendem Hund dargestellt) verwechselten. Daher der sich bis heute für den Bildstock haltende Name „(Alter) Lazarus“.

Der in der Mitte der Andachtsgruppe stehende Opferstock aus Sandstein enthielt früher oft Spenden Genesener oder wundersam Geheilter. Für das Geld las der Pastor dann Messen.

Um die Andachtsgruppe, insbesondere um den alten hölzernen „Herrgott“ ranken sich einige seltsame Geschichten: 1813, als im Zuge der Befreiungskriege gegen Napoleon eine Horde Kosaken durch Westladbergen preschte, soll einer von ihnen mit seinem Säbel einen Arm des hölzernen Korpus abgeschlagen und auch den Mittelbalken beschädigt haben. Kurz darauf sei dieser Kosake, so erzählt man sich bis heute, vom Pferd gefallen und habe sich dabei den Arm an eben jener Stelle gebrochen, wo er den Korpus getroffen hatte.

Auch der Verbleib des alten Kreuzes erscheint mysteriös. Alfred Voskort weiß noch, dass seine Großeltern - als sie das neue Kreuz errichten ließen - den Korpus ins Herdfeuer warfen, wo er aber nicht brennen wollte. Als seine Ur-Oma dies sah, habe sie entrüstet gerufen: „Wu könn ji usen Hiärgott auk in`t Füer smieten!“ Woraufhin sie den Korpus wieder aus dem Feuer genommen und ihn unter dem Fundament des neuen Steinkreuzes vergraben hätten.

Anlässlich der Umsetzung an den heutigen Standort wurde der Bildstock 1976, auch mit Hilfe landesseitiger Fördermittel, gründlich restauriert. Anschließend überarbeitete der Restaurator Thomas Lehmkuhl aus Burgsteinfurt auch das Steinkreuz und reinigte den Opferstock.

„Voskorts Kreuz und Lazarus (besser Rochus)“ stehen seit 1992 unter Denkmalschutz.

Voskorts Kreuz 2Voskorts Kreuz 3Voskorts Kreuz Standort

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Niehoffs Bild

Niehoff 1Der Bildstock, eine „Herz-Jesu-Kapelle“ mit Statue, steht an der Grevener Straße, vor der Zuwegung zum ehemaligen Hof Niehoff.

Es handelt sich um eine aus 1897 (s. Steinplatte an der Rückwand) datierende typische „Hofkapelle“ in neugotischer Tradition. Sie ist – einschließlich des auf der vorderen Spitze des Satteldachs aufgesetzten Kreuzes – 5,70 m hoch, hat ein Breite von 3,10 m und eine Tiefe von 2,60 m.

Die Eingangsseite ist in Naturstein, der Korpus in Backstein-Massivbauweise ausgeführt, und zwar von dem Architekten (und späteren Franziskanerpater) Wilhelm Rinklake aus Münster, der zur gleichen Zeit auch für die Errichtung der neuen St.-Georg-Pfarrkirche zu Saerbeck verantwortlich war.

Im Inneren der Kapelle befindet sich eine vom Münsteraner Bildhauer Heiers geschaffene „Herz-Jesu-Statue“ aus Sandstein. Sie steht auf einem altarähnlichen Sockel. Den spitzbogigen Eingangsbereich verschließt ein schmiedeeisernes Tor.

In Auftrag gegeben wurde der Bau der kleinen Kapelle von den Saerbecker Eheleuten Anna und Josef Niehoff, als Zeichen der besonderen Verehrung des „Heiligsten Herzen Jesu“, für den seinerzeit nicht unerheblichen Betrag von 1100 Mark.

Auch nach der Umsiedlung des Hofes Niehoff zum Lengericher Damm ist der Bildstock im Familienbesitz verblieben.

Die „Herz-Jesu-Kapelle“ mit der vorderen Inschrift „Göttliches Herz Jesu, erbarme dich unserer“ ist im Übrigen die 1. Station der jährlichen Saerbecker Fronleichnamsprozession. Sie wird zu diesem Anlass besonders festlich mit Blumen, bunten Fahnen und Birkensträuchern geschmückt.

Die gesamte „Hofkapelle“ steht seit 1992 unter Denkmalschutz.

Niehoff 2  Niehoff 3 Niehoff 4 Niehoff 5Niehoffs Bild Standort

 

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