HV 2020

Projekte aktuell

Alle Berichte unserer aktuellen Projekte in cronologischer Reihenfolge.


 

Maibaumaufstellen auf dem Dorfplatz

Mit Augenmaß und Wasserwaage
Bericht in der WN vom 02.05.2022 Von Marlies Grüter

Saerbeck. Steht der Maibaum gerade? Kiepenkerl Christoph Wickenbrock und Dorfpolizist Reinhard Dyckhoff zücken die westfälische Wasserwaage und befinden mit „klarem“ Augenmaß: „Das passt.“ Der Schützenverein, der Spielmannszug Saerbeck Dorf, die Mitglieder der Feuerwehr und mutige Kinder haben gute Arbeit geleistet. Der Baum steht. Im Abendwind lässt er die bunten Bänder am Maikranz wehen.

„Steht der Baum gerade?“ Karl-Heinz Hövel schickt einen prüfenden Blick zum gerade aufgestellten Maibaum auf dem Dorfplatz. Am Fuß der schlanken Birke, die stolz den Maikranz trägt, schlagen Mitglieder des Schützenvereins Saerbeck-Dorf schnell noch einen letzten Keil ein.

Und jetzt? Fragend sieht der Schützenvereinsvorsitzende, der das Maibaumaufstellen am Samstagabend kommentiert, die „amtliche“ Jury aus dem Heimatverein an. Wer kann schließlich einen Maibaum besser beurteilen als Kiepenkerl Christoph Wickenbrock und Dorfpolizist Reinhard Dyckhoff? Sie zücken die westfälische Wasserwaage und befinden mit „klarem“ Augenmaß: „Das passt.“
Maibaum 2

Großer Applaus der vielen großen und kleinen Maifestbesucher bekräftigt: Der Schützenverein, der Spielmannszug Saerbeck Dorf, die Mitglieder der Feuerwehr und mutige Kinder haben gute Arbeit geleistet. Der Baum steht. Im Abendwind lässt er die bunten Bänder am Maikranz wehen und schafft eine heimelige Atmosphäre im Schatten der St. Georg-Kirche und der alten Dorfschule. So lässt sich der Wonnemonat begrüßen.

„Endlich. Darauf haben wir gewartet. Nach drei Jahren Pause treffen wir uns hier wieder“, hat Hövel zuvor die Besucher auf dem Dorfplatz willkommen geheißen. Gut vorbereitet haben die Mitglieder des Schützenvereins Dorf und des Spielmannszuges das Fest am Vorabend des Maifeiertages. Sie haben für kühle Getränke, für einen leckeren Imbiss, für den geschmückten Birkenstamm, für starke Muskelkraft der Männer vom Löschzug Dorf der Feuerwehr, für Musik und für passendes Maiwetter gesorgt.
Besonders für die mutigen Kinder ist das Maibaumaufstellen eine spannende Angelegenheit. Mit dem Spielmannszug zusammen machen sie sich auf die Suche nach dem Maibaum, der sich noch gar nicht zeigen wollte.

In einem kleinen Umzug helfen sie mit, den Maibaum zu finden und auf den Dorfplatz zu tragen und dürfen – natürlich aus sicherer Entfernung – das Aufstellen bestaunen, als mit reichlich Muskelkraft der Maibaum an seinem vorgesehenen Platz im Dorfzentrum „gepflanzt“ wird.

„Hau-Ruck“, feuern die vielen Zuschauer, ob groß oder klein, die Männer vom Löschzug Dorf an, die den Birkenstamm langsam in die Höhe wuchten. Der Spielmannszug gibt musikalisch die beste Unterstützung. Was sollte da noch schief gehen? Mit einem Schluck aus der westfälischen Wasserwaage wird der Maibaum vom Kiepenkerl und dem Dorfpolizisten stilecht begossen.

Maibaum 3

Und die kleinen Maibaum-Helfer? Sie haben inzwischen das lodernde Feuer in einer großen Schale an der Alten Dorfschule entdeckt. Während die Großen den Abend in gemütlicher Runde genießen, stärken sie sich beim Stockbrotbacken und werfen hin und wieder einen Blick auf „ihren“ Maibaum, der sich im sanften Wind wiegt. Alles klar: der Mai kann kommen.



Fotos: WN Marlies Grüter

 

siehe auch Bilderschau Maibaum aufstellen 2022

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Wacholder kehrt zurück nach Bertlings Haar

eigener Bericht

Biodiversität ist das Thema, für das die biologische Station Steinfurt seit Jahren einsetzt. Der Heimatverein Saerbeck stieß daher direkt auf offene Ohren, als sie mit dem Wunsch an die Biologen Bettina Wegener und Thomas Starkmann herantraten, wieder Wacholder in Bertlings Haar, dem einzigen verbliebenen Stück Saerbecker Heidelandschaft, anzusiedeln.

Wacholder prägte über viele Jahrhunderte hinweg das Landschaftsbild der Saerbecker Heide. Heute finden sich zwar noch im Gemeindegebiet in Wallhecken einzelne wilde Wacholdersträucher, ein vollständiger Wacholderhain ist sogar noch in Nordhues Heide erhalten. Doch in Bertlings Haar fehlt er seit Jahren.

In einer gemeinsamen Aktion des Heimatvereins und der Biologischen Station des Kreises wurden nun 18 fünfjährige Setzlinge gepflanzt, die genetisch der ursprünglichen Heidelandschaft entsprechen. Überrascht waren die Saerbecker Heidefreunde, dass die Pflanzen in den Kofferraum eines PKW passten. Thomas Starkmann klärte auf. "Der Heidewacholder wächst sehr langsam, man muss Jahrzehnte Geduld haben, bis die Pflänzchen zu einem ansehnlichen Strauch herangewachsen sind. Alle Setzlinge sind zudem gekennzeichnet, denn Wacholder gibt es in männlicher und weiblicher Ausprägung. Deshalb werden die vier Wacholderherren so positioniert, dass deren Samen für alle umstehenden 14 Wacholderdamen erreichbar sind."

Damit die Pflanzen reelle Wachstumschancen haben, wurden die neuen Wacholdersetzlinge jeweils mit einem Drahtgitter versehen, um sie vor Verbiss durch Rehwild zu schützen. Ein besonderer Dank gilt hier Hans-Georg Guhle vom Maschinenring Steinfurt, der ohne zu zögern sofort seine Unterstützung zusicherte und kostenfrei die entpsrechenden Drahtgitter zur Verfügung stellte.

Alles in allem eine gelungene Aktion, die nicht nur den Beteiligten viel Freude bereitete, sondern auch ein weiterer kleiner Schritt zum Erhalt der letzten Saerbecker Heidefläche bedeutet.

 


Bilder Heimatverein

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Erfolgreich Naturschutzaktion in Bertlings Haar durchgeführt

eigener Bericht
Am Samstagnachmittag (19.03.2022) konnte man eine besondere Radfahrergruppe beobachten, die sich am Heimathaus getroffen hatte und anschließend in das Sinninger Feld fuhr. Allen gemeinsam war, dass sie einen Spaten auf dem Gepäckträger hatten. Als Ziel steuerten sie Bertlings Haar an. Thomas Starkmann von der Biologischen Station Tecklenburg freute sich sehr, dass 17 Naturfreunde mit ihm an diesem Nachmittag die offene Heidefläche von Brombeersträuchern befreien wollten.

"Die Aktion heute ist dringlich", erklärte er, "die Brombeersträucher müssen entfernt werden, weil sie sonst durch den hohen Stickstoffgehalt in der Luft in kurzer Zeit die Heide verdrängen würden".

So angespornt gingen die Akteure ans Werk. Sie trotzten dem starken Wind, der an diesem Nachmittag über die Heidefläche fegte und holten alle Brombeersträucher, die sie fanden, inklusive Wurzelwerk aus dem Boden.

Nach getaner Arbeit versorgte der Heimatverein für Getränken und einem kleinen Imbiss. Dr. Lehberg nutzte die Gelegenheit, allen Teilnehmern für ihr Engagement zu danken und unterstrich, dass nur durch kontinuierlicher Pflege der Heide dieses wunderbare Stückchen Natur erhalten werden kann.

 

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Dorfideen mit Weitblick

Mit freundlicher Genehmigung vom Westfälischer Heimatbund in Kooperation mit dem Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben stellen wir Euch eine Publikation vor, in dem auch über unsere Zusammenarbeit mit der Landjugend beim Projekt Heidepflege Bertlings Haar berichtet wird. Der Titel der WHB-Handreichung ist:

Dorfideen mit Weitblick

zur Zukunft der ländlichen Räume

Dorfideen mit Weitblick – Westfälischer Heimatbund und Landwirtschaftsverlag veröffentlichen neue Handreichung

Was gerade das bürgerschaftliche Engagement im ländlichen Raum leistet – das zeigt das Projekt „Dorfideen mit Weitblick“ des Westfälischen Heimatbundes e. V. (WHB) in Kooperation mit dem Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben/Landwirtschaftsverlag. Dazu haben die Initiatoren nun eine Handreichung vorgelegt, die originelle Ideen und inspirierende Beispiele aus der Praxis vorstellt. Ergänzt werden diese durch Statements von Fachwissenschaftlern aus der aktuellen Forschung und einen umfangreichen Serviceteil. Zusammengenommen erlauben die vorgestellten Beispiele tiefe Einblicke in die jeweiligen Problemlagen vor Ort und die Lösungswege, welche die Akteurinnen und Akteure im Rahmen ihres Projektes entwickelt haben. Ein umfassender Serviceteil beleuchtet strategische Vorgehensweisen bei der Projektplanung, erläutert Begriffe, entstehende Strukturen und Trends der nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume und weist auf eine Vielzahl an Fördermöglichleiten und Netzwerken hin.
Die Publikation ist soweit der Vorrat reicht kostenlos über die Geschäftsstelle des WHB und das Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben erhältlich und ist digital über die WHB-Webseite (www.whb.nrw) abrufbar.

Hier findet ihr die gesamte WHB-Handreichung als PDF Datei  „Dorfideen mit Weitblick“ 

hier ein Ausschnit unserer Aktivitäten

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Projekt "Balkenbrand" auf dem Spitzboden

eigener Bericht

Das Projekt "Balkenbrand" auf dem Spitzboden

Seid langer Zeit gab es bei uns die Idee unseren Besuchern zu vermitteln, wie früher bei den Bauern heimlich Schnaps gebrannt wurde.
Auf dem Spitzboden der Brennerei sollte diese Idee umgesetzt werden.
Der Dachboden der Brennerei:

Schnitt Spitzboden


Der Plan war die Modellanlage einer Brennerei, die wir von der Stadt Telgte geschenkt bekommen haben, dort oben zu platzieren. Zu Beginn des Jahres begannen wir mit den Aufräumarbeiten auf dem Dachboden.
Dabei konnten wir einige Teile gar nicht zuordnen.
Gut dass wir unseren Ehrenvorsitzenden Ludger Dierksmeier haben, der uns diese Funde erklären konnte.
Unter anderem lag dort ein größeres Eisenteil, bei dem es sich um ein Propeller von einem abgestürzten Flugzeug handelt. Über diese Geschichte werden wir noch gesondert berichten.

Vor dem Aufstellen der Anlage wurden der Giebel und die Fenster zur südlichen Seite gestrichen und die Elektrik für den Raum erneuert. Jetzt war dort Platz für den "Balkenbrand"
Am 29.01.2022 trafen wir uns in der Brennerei um die Technik umzubauen. Die Schulbrennerei die eine Etage tiefer vor der Kartoffeldämpfanlage stand wurde demontiert und in Einzelteilen nach oben gebracht. Es erwies sich als hilfreich, dass wir vorher Bilder vom Zustand vorher aufgenommen hatten. Der Zusammenbau der Teile oben war doch etwas komplizierter als vorher gedacht. Aber mit vereinten Kräften und jeder Menge Spaß steht nun die Schulbrennerei oben auf dem Dachboden.
Mittlerweile ist sie beleuchtet und der Motor oben auf dem kleinen Maischebottich dreht sich auch wieder. Hier ein besonderen Dank an Klaus Wenners, der den Motor liebevoll restauriert hat.


 
Es gibt noch viel zu tun auf dem "Balkenbrand" wir werden weiter berichten.

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