HV 1200

Arbeitseinsatz in Bertlings Haar

 Schneise geschlagen

Bericht in der WN am 10.03.2005

Schneise geschlagen
Saerbeck. Der Heimatverein bleibt auch im Jahr seines 70. Geburtstags aktiv: Im vergangenen Jahr war es der Bau von einem Dutzend Bänken, die inclusive sechs Tischen von einem Arbeitskreis in Eigenleistung gefertigt und in Außenbereichen des Gemeindegebiets aufgestellt wurden. Das Jahr des 70jährigen Bestehens hat nun mit einer Aktion begonnen, die inzwischen Anerkennung in der Bevölkerung gefunden hat: die Renaturierung des letzten Heidegebietes in Saerbeck, des Naturschutzgebietes Bertlings Haar.

Heide 01 03 Foto Heimatverein
Es zählt mit 3,3021 Hektar zu den kleinsten der 17 Saerbecker Naturschutzgebieten. Die Bezeichnung Haar wird aus der mittelhochdeutschen Sprache abgeleitet und bedeutet wertloses, nicht fruchtbares Land. Das erklärt auch, dass bei der Markenteilung 1848 an Saerbecker Bürger der Wert der Heide- und Brachflächen verkannt wurde.
Am Samstag stellte ein Saerbecker Unternehmen einen Schaufelbagger zur Verfügung, mit dem eine Schneise in einer wild gewachsenen Grasfläche ausgehoben wurde. Die Grasplaggen , die noch entsorgt werden, überlagerten die ursprüngliche Heide. Im Herbst, wenn der Heidesamen ausgeblüht ist, werden Heidebüschel-Reste über diese abgetragene Fläche geharkt, damit sich Heide aussäen kann und Heidesträucher nachwachsen. Ein Mitarbeiter des Arbeitskreises im Vorstand dengelte mit einer speziellen Heidesense hoch wachsende Heidebüschel ab. Auch rechnet man damit, dass genügend Heidesamen im Boden steckt, der noch aufgeht.
Weitere Arbeiten sind mit Rücksicht auf die erwachende Natur vorerst nicht vorgesehen, abschließende Maßnahmen sind im Herbst geplant. Bis dahin können sich Saerbecker Bürger bei Radtouren im Sommer an dem letzten geschlossenen Heidegebiet erfreuen. Eine Bank ist dort im letzten Jahr vom Heimatverein bereits aufgestellt worden und lädt zur Rast ein.

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