HV 2020

Projekte

Alle Berichte unser Projekte in cronologischer Reihenfolge.


Neues Licht auf alte Werke

Neues Licht auf alte Werke

Modernisierungsmaßnahmen in Heimathaus und Brennerei
Bericht in der WN vom 30.06.2021

Ein neues Beleuchtungskonzept wurde fertig gestellt und eine zentrale Brandmeldeanlage angebracht Von Luca Pals

Heimathaus – von wegen hier ist alles in die Jahre gekommen. Staub liegt hier nirgends drauf und wenn, dann ist er ab jetzt auch sehr gut zu sehen: Der Heimatverein hat für die Brennerei im hinteren Teil des Gebäudes an der Grevener Straße sein neues Beleuchtungskonzept fertig gestellt und nun präsentiert. Außerdem besitzt das gesamte Gebäude nun eine zentrale Brandmeldeanlage.

Beides – das freut den Vorstand des Heimatvereins besonders – konnte durch Sponsorengelder finanziert und gefördert werden. Für die Brandmeldeanlage, die über Funk gesteuert wird und die sowohl für die Brennerei als auch das Heimathaus mitsamt Verkaufsraum in Eigenregie angebracht wurde, spendete die Sparda-Bank West aus Rheine 1500 Euro.

WN 30 06 2021

André Dolle (l.), Leiter der Kreissparkasse in Saerbeck, und Lars Teigeler (r.), Leiter der Sparda-Bank-Filiale in Rheine, nahmen mit Harald Schütz, Jürgen Zepp und Martin Wenners vom Heimatverein das neue Beleuchtungssystem und die neue Brandmeldeanlage unter die Lupe. Fotos: Luca Pals

Für neue Leuchten, die über drei Stockwerke in der Brennerei angebracht wurden, machte die Kreissparkasse Steinfurt 4000 Euro locker. Jürgen Zepp, Martin Wenners und Harald Schütz vom Heimatverein bedankten sich kürzlich bei André Dolle, Leiter der Saerbecker Sparkassen-Filiale, und Lars Teigeler, der die Filiale der Sparda-Bank in Rheine leitet.

Mit der 1500-Euro-Spende konnten alle anfallenden Kosten für die Brandmeldeanlage gedeckt werden. Teigeler betonte: „Das Heimathaus ist für Saerbeck und die Region ein schützenswertes Kulturgut. Damit das so bleibt, sind wir sehr stolz, einen Teil für die neue Anlage beigetragen zu haben.“ Der Filialleiter, der sich im Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Saerbeck engagiert, machte sich vor Ort von der angebrachten Anlage ein Bild.

as neue Beleuchtungssystem wurde derweil auf drei Etagen installiert. Die restlichen drei werden in Zukunft folgen verrät Wenners, Vorsitzender des Heimatvereins. Das Konzept wurde im Vorfeld vom Institut für Breitband- und Medientechnik aus Meschede erarbeitet. Dieses stellt sein Fachwissen laut Wenners museumsführenden Vereinen zur Verfügung. Eine deutliche Verbesserung sei nun zu sehen, betonte Zepp, der mit weiteren Helfern mitangepackt hatte: „Nun sind unsere Ausstellungsstücke und die Kessel in der Brennerei noch deutlicher zu sehen, alles sticht besser ins Auge und ist gut ausgeleuchtet. Harald Schütz ergänzt: „Das ist wirklich ein rundes Bild geworden. Besonders abends – wenn es schon ein bisschen dunkler geworden ist – kommt das flexible Beleuchtungssystem sehr gut zur Geltung.“

Davon sollen sich auch bald wieder Gäste ein Bild machen können. Aktuell berät der Heimatverein noch über zukünftige Treffs von Gruppen aus dem eigenen Verein und auch darüber, wann es mit Führungen wieder losgehen kann. Der letzte Eintrag im Gästebuch liegt im Übrigen schon länger zurück: Er datiert aus dem Juni vergangenen Jahres. Seitdem stiegen die Zahlen in den Corona-Statistiken, seitdem werden keine Führungen angeboten. Dabei – und das machen die drei Verantwortlichen vom Heimatverein schnell klar – sei das Museum im Saerbecker Ortskern doch sehr beliebt und für viele Gruppen stets ein Ausflugsziel wert gewesen.

Zepp nennt Zahlen: „Wir haben im Jahr etwa 40 bis 50 Führungen. Da kommen wir auf bis zu 1000 Besucher.“ Diese stolze Zahl wird 2021 wohl kaum geknackt werden können, aber darüber, dass schon bald wieder kleinere Gruppen mit nachgewiesenem Test oder bereits Geimpfte zu Führungen wieder zugelassen werden können, sind sich alle einig.

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Projekt Brandmeldeanlage

eigener Bericht

Alarm in der Brennerei

Schrille Töne aus der Brennerei verunsicherten letzte Woche die Nachbarschaft. Schnell wurde ihnen die Ursache erklärt:
Das Heimathaus und die Brennerei wurden mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet. In allen Räumen wurden Brandmelder angebracht und auch danach einzeln getestet.
Wir hoffen so, die unschätzbaren Werte im Heimathaus und in der Brennerei im Brandfall besser zu schützen.

Möglich wurde dies durch eine Spende der Sparda-Bank West in Rheine, vertreten durch Lars Teigeler, der uns dabei mit einer Spende in Höhe von 1.500 EURO unterstützt hat.

Die Anlage wurde in Eigenleistung installiert. Die Brandmelder wurden nach einem Montageplan nummeriert, in der Anlage registriert und danach in den Räumen von unseren „ehemaligen Feuerwehrleuten" Franz Josef Engeler und Norbert Winkelmann fachmännisch montiert.

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In der Anlage sind Rufnummern hinterlegt die automatisch im Alarmfall per Anruf und SMS angewählt werden. Hoffentlich wird dies nie passieren.

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Projekt Displays für Museum

eigener Bericht

Frohe Botschaft vom Regierungspräsidenten aus Münster.

Der Heimatverein erhält auch in diesem Jahr einen Heimatscheck.
2000 EURO erhält der Heimatverein aus dem Heimatprogramm des Landes NRW.
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Schon seit längerer Zeit planen wir, unser Museum attraktiver und erlebbarer zu gestalten und unsere Museumsführer bei den Führungen medial zu unterstützen.
Wir haben uns dazu vom „Steinbeis-Transferzentrum Institut für Breitband- und Medientechnik  Meschede“ beraten und ein entsprechendes Präsentationskonzept erarbeiten lassen.
Wir sind jetzt dabei, nach und nach die Vorschläge und Massnahmen umzusetzen, das Projekt Displays fürs Museum ist ein Baustein des Gesamtkonzeptes.

Durch das Projekt möchten wir in unserem Museum die bisherigen "analogen" Schau- und Hinweistafeln durch digitale Präsentationsbildschirme mit entsprechende aufgearbeiteten Darstellungen und Inhalten ersetzen.
Auf den Bildschirmen sollen verschiedenste Präsentationsarten wie Bilder und Filme sowie Power-Point Präsentationen wiedergegeben werden.
Besuchern mit Behinderungen können wir die Möglichkeit geben, auch ohne Barrierefreiheit auf medialem Wege  die Geschichte des Hauses, der Alkohol- und Kornherstellung sowie die historische Entwicklung des bäuerlichen dörflichen Lebens anschaulich zu erleben.
Historische Ereignisse und Entwicklungen in der Gemeinde sollen aufgearbeitet und medial anschaulich und lebendig dargestellt werden.
Die medialen Angebote sollen  unsere Museumsführer in ihrer Arbeit unterstützen und deren ehrenamtliche Arbeit attraktiver gestalten.  Der Wissenstranfer zwischen den vorhandenen Museumsführern und zu neuen Interessenten soll qualitativ verbessert werden.
Der Heimatverein freut sich sehr über den Zuschuss und versucht das Vorhaben zeitnah umzusetzen.

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Kreuz im Heckebaum

Elbergerds Kreuz 1Im bzw. am (alten) Heckebaum, einem Weg, der (ortsauswärts) von  der Ibbenbürener Straße, hinter Hausnummer 13, nach rechts wegführt, steht - nur rd. 5 Meter hinter dem hölzernen Schlagbaum - am rechten Wegesrand, in einer Gartenhecke, seit etwa 220 Jahren ein schon vor langer Zeit bis zum Querbalken versunkenes Kreuz, auch „Elbergerds Kreuz“ genannt.

Bei dem ziemlich glatt gearbeiteten Wegekreuz aus Ibbenbürener Sandstein, ohne Korpus und ohne Inschrift, scheint entweder der Fußbalken weitgehend zu fehlen oder aber es liegt bereits lange Jahre verkehrt herum im Boden. Auf letzteres könnten auf einer Seite zwei eingeritzte Linien hindeuten. Das Kreuz wurde später - ohne die Ausrichtung zu verändern - mit seinem Querbalken um rd. 6 cm hochgeholt, auf ein neues Fundament aufgesetzt und von hinten gesichert. Heute steht es bis etwa 74 cm hoch über der Oberkante des Fundaments. Es hat eine Querbalken-Spannweite von rd. 81 cm, eine Tiefe von 21 cm sowie eine - nach oben leicht abnehmende - Balkenbreite von bis zu 30 cm.

Das Wegekreuz soll 1801 zum Andenken an einen jung verstorbenen Sohn der Familie Elbergerd errichtet worden sein. Zu dieser Jahreszahl passt jedenfalls eine Eintragung im Saerbecker Totenregister von 1801 „Elbergerd, Josef - 6 Jahre alt“.

Der Sage nach ereignete sich seinerzeit folgendes: Die Dorfkinder bliesen gerne auf einer im Mai/Juni jeweils selbst hergestellten Flöte aus Weiden- oder Eschenholz,  „Happiepe“ oder „Sappiepe“ genannt. Diese fertigten sie, indem ein kräftiger, etwa 15 cm langer Ast solange mit dem Messergriff geklopft wurde, bis sich der Kern aus der Rinde ziehen ließ. Der gespaltene Pflock wurde in das - zum Blasen an einem Ende zusammen zu drückende - Bast-Mundstück eingesetzt. Ein Junge wollte besonders laut blasen und holte dazu ganz tief Luft. Dabei rutschte ihm die Flöte in den Hals, so dass er - ehe noch Hilfe kam - daran erstickte.

Das Kreuz soll an diesen tragischen Unglücksfall erinnern und auch zur Mahnung für alle Kinder dienen.

Elbergerds Kreuz 2Elbergerds Kreuz 3   Kreuz im Heckebaum Standort

 

 

 

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Niehoffs Bild

Niehoff 1Der Bildstock, eine „Herz-Jesu-Kapelle“ mit Statue, steht an der Grevener Straße, vor der Zuwegung zum ehemaligen Hof Niehoff.

Es handelt sich um eine aus 1897 (s. Steinplatte an der Rückwand) datierende typische „Hofkapelle“ in neugotischer Tradition. Sie ist – einschließlich des auf der vorderen Spitze des Satteldachs aufgesetzten Kreuzes – 5,70 m hoch, hat ein Breite von 3,10 m und eine Tiefe von 2,60 m.

Die Eingangsseite ist in Naturstein, der Korpus in Backstein-Massivbauweise ausgeführt, und zwar von dem Architekten (und späteren Franziskanerpater) Wilhelm Rinklake aus Münster, der zur gleichen Zeit auch für die Errichtung der neuen St.-Georg-Pfarrkirche zu Saerbeck verantwortlich war.

Im Inneren der Kapelle befindet sich eine vom Münsteraner Bildhauer Heiers geschaffene „Herz-Jesu-Statue“ aus Sandstein. Sie steht auf einem altarähnlichen Sockel. Den spitzbogigen Eingangsbereich verschließt ein schmiedeeisernes Tor.

In Auftrag gegeben wurde der Bau der kleinen Kapelle von den Saerbecker Eheleuten Anna und Josef Niehoff, als Zeichen der besonderen Verehrung des „Heiligsten Herzen Jesu“, für den seinerzeit nicht unerheblichen Betrag von 1100 Mark.

Auch nach der Umsiedlung des Hofes Niehoff zum Lengericher Damm ist der Bildstock im Familienbesitz verblieben.

Die „Herz-Jesu-Kapelle“ mit der vorderen Inschrift „Göttliches Herz Jesu, erbarme dich unserer“ ist im Übrigen die 1. Station der jährlichen Saerbecker Fronleichnamsprozession. Sie wird zu diesem Anlass besonders festlich mit Blumen, bunten Fahnen und Birkensträuchern geschmückt.

Die gesamte „Hofkapelle“ steht seit 1992 unter Denkmalschutz.

Niehoff 2  Niehoff 3 Niehoff 4 Niehoff 5Niehoffs Bild Standort

 

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