HV 2020

Berichte zu den Museen

Heimatfreunde erhielten Einblick in Brennereitechnik

Heimatverein Ostbevern zu Besuch im Brennerei-Museum

Bericht vom Heimatverein Ostbevern
Natürlich hatten die Organisatoren der Radtour des Heimatvereins, Ludger Kövener und Alfred Stiller sehr auf gutes Wetter am Sonntag gehofft. Dass das dann aber gleich „Kaiserwetter plus“ werden würde, das war nicht vorauszusehen. Trotz der angekündigten Hitzewelle hatten sich genau 20 Interessenten am Heimathaus eingefunden, die die 65 Kilometer lange Tour mitfahren wollten und von Franz-Josef Elberich begrüßt wurden. Auf wirklich schattigen Wegen, durch die Bauerschaften, durch den Kattmannskamp und über Ladbergen erreichte die Radler Gruppe nach drei kleinen Zwischenstopps das Korn-Brennerei-Museum in Saerbeck. Da zudem ein wenig Wind wehte, kam man recht entspannt und genau pünktlich dort an.

RadtourReinhard Dyckhoff und Jürgen Zepp vom Heimatverein Saerbeck begrüßten die Heimatfreunde und sorgten dann mit einer Präsentation auf einem riesigen Bildschirm, erst einmal für einen Einblick in die Geschichte des Hauses und die Technik einer Korn Brennerei. Die landwirtschaftliche Korn Brennerei Dalmöller-Niehaus bestand von 1812 bis 1976. Im Jahr 1994 wurde begonnen, das stark verfallene Gebäude in mehrjähriger Arbeit zum heutigen Schmuckstück, das ist das Museum wirklich, umzubauen. Begriffe wie „Heinze-Dämpfer, „Fuselöl“, „Maischesäule“ schwirrten dann durch den Raum, aber auch die wurden erklärt. Ob man wirklich Methanol und Feinbrand am Geruch erkennen kann? Jedenfalls geschnuppert haben einige der Besucher. Auf dem Weg durch die Korn Brennerei, es ging über sechs Ebenen, war es im Keller angenehm kühl und unter dem Dach des nicht isolierten Gebäudes drückend heiß. Übrigens wurde dort das Thema „Balkenbrand“ angesprochen. Schwarzbrennereien, also Schnapsherstellung ohne behördliche Genehmigung, gab es früher auch und die Apparaturen waren oft auf den Dachböden der Häuser installiert.
Nach einem sehr informativen ausgiebigen Rundgang stärkten sich alle mit Kaffee und dem mitgebrachten Streuselkuchen, den fleißige Helferinnen transportiert hatten. Dann gab es noch die Gelegenheit diverse alkoholische Spezialitäten zu erwerben. Wer sich nicht für den gerade zum Dorfjubiläum neu aufgelegten Likör „Cacao mit Nuss“ entschied, nahm vielleicht einen „Hausfreund“ mit nach Ostbevern. Aber keine Angst, hier handelt es sich um einen 42%igen Kräuterlikör nach altem Saerbecker Rezept. Ein kleines Präsent für die beiden Ehrenamtlichen des Heimatvereins Saerbeck gab‘s natürlich auch, jeweils eine Mettwurst und eine Kaffeetasse aus Ostbevern und ein vielstimmiges „Dankeschön“.
Auch die Rückfahrt, wieder mit etlichen Verschnaufpausen, war dann gut zu bewältigen und am Heimathaus Ostbevern konnte man feststellen, die Tour war nur 140 Meter länger als vorher angekündigt. „Es hat Spaß gemacht, war interessant und selbst das etwas zu gute Wetter war kein Problem“, da waren sich die Teilnehmer einig.

Heimatverein Saerbeck:
Vielen Dank für den netten Bericht! Wir fanden Euren Besuch sehr angenehm und haben uns fest vorgenommen diesen zu erwidern.

Radtour 1 Radtour 2 Radtour 3 Radtour 4
Fotos:
Heimatverein Saerbeck

 

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Die doppelte Grabtafel von Ferdinand Niehaus

Am 13. März 2020 wurde bei einem Rundgang auf dem Dachboden des Heimathauses die Grabtafel (B x H x T, 30 cm x 52,5 cm x 1,6 cm) von Branntweinbrenner und Wirt Ferdinand Niehaus „(wieder)entdeckt“. In der gut erhaltenen Inschrift waren sein Name, Tag und Ort de  Geburt und des Todes  und der fromme Wunsch zu lesen, dass er dort in Frieden ruhen möge.

Bild Grabstein

Eine besondere Überraschung brachte die Rückseite der Grabtafel. Hier waren Fragmente einer weiteren Personen eingraviert. Offenssicht war die Platte aus Sandstein für Ferdinand Niehaus schon einmal vor als Grabtafel verwendet worden. Ließ sich dieses Geheimnis noch lüften.

Am Donnerstag, dem 23.07. wird Andreas Büker über seine Recherche und dessen Ergebnisse berichten. Leider muss die Veranstaltung im kleinen Kreis stattfinden. Der Raum in der Dorfschule ist leider nur für max. 6 Personen geeignet, um den Abstand von 1,5m  einzuhalten.

 

 

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Sanierung tut Not

Eigener Bericht

Der Schornstein des Saerbecker Kornbrennereimuseums weist weithin sichtbar den Weg zum Heimathaus und zum Museum. Aus baulichen Gründen vor Jahren um einige Meter verkürzt, steht er immer noch als markantes Hinweiszeichen in der Ortsmitte. Aber auch der noch vorhandene  Restschornstein ist mittlerweile in die Jahre gekommen und musste Wind und Wetter Tribut zollen.

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Ein Gemälde kehrt zurück

Eigener Bericht
Fast 75 Jahre brauchte das Ölgemälde des Saerbecker Malers Johannes Wegener, bis es jüngst wieder den Weg zurück nach Saerbeck fand. Der heutige Eigentümer Raimund Lohaus schenkte es dem Heimatverein Saerbeck. Der gesamte Vorstand einschliesslich des Ehrenvorsitzenden Ludger Dierksmeier nahmen das Bild im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Heimathaus in Empfang.

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Likörchen hinter verschlossenen Türen

Bericht in der WN vom 13.02.2020
Jürgen Zepp hat die Schlüsselgewalt für das Korn-Brennerei-Museum
Saerbeck -Hinter den alten, knarzenden Türen des Korn-Brennerei-Museums befinden sich – wie könnte es auch anders sein – jede Menge Fläschchen und Fässchen mit Hochprozentigem. Für die Serie Schlüsselfiguren hat Jürgen Zepp vom Heimatverein die Schlüssel zu Büro, Lager und Keller geöffnet. Von Katja Niemeyer

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