Ein Gemälde kehrt zurück

Verfasst von Harald Schütz.

Eigener Bericht
Fast 75 Jahre brauchte das Ölgemälde des Saerbecker Malers Johannes Wegener, bis es jüngst wieder den Weg zurück nach Saerbeck fand. Der heutige Eigentümer Raimund Lohaus schenkte es dem Heimatverein Saerbeck. Der gesamte Vorstand einschliesslich des Ehrenvorsitzenden Ludger Dierksmeier nahmen das Bild im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Heimathaus in Empfang.

1946 durch Johannes Wegener gemalt und anschliessend von Leo Lohaus aus Saerbeck-Middendorf für einen leider nicht mehr bekannten Kaufpreis erworben, zeigt es einen wesentlichen Teil von Münsters "guter Stube", das Münsteraner Ratshaus und den Ratskeller. "Ich kann mich noch erinnern, wie mein Vater das Gemälde seinerzeit erwarb und wie es dann zunächst gut 10 Jahre in unserer Wohnung in Saerbeck hing. Auch unseren späteren Umzug nach Münster hat es unbeschadet überstanden. Jetzt ist es aber an der Zeit, es dorthin zurückzubringen, wo es herstammt. Und da war für mich der Heimatverein Saerbeck natürlich der erste Ansprechpartner, zumal mein alter Schulkamerad Ludger Dierksmeier dort Ehrenvorsitzender ist", begründet Raimund Lohaus die Schenkung. Der Vorstand des Heimatvereins nahm das Geschenk gerne und dankend an. "Wir werden sicher einen würdigen Platz dafür finden, " freute sich der Vorsitzende Martin Wenners.

Übergabe des Gemäldes von Raimund Lohaus (rechts) an den Ehrenvorsitzenden des Heimatvereins Saerbeck Ludger Dierksmeier (links)


Über den Saerbecker Maler Johannes Wegener ist nicht allzu viel bekannt. "Er hat in der schwierigen Kriegs- und Nachkriegszeit sein malerisches Talent dazu genutzt, sich ein Zubrot zu seinem Lebensunterhalt zu verdienen. Und so ist manches seiner Bilder, die auch heute noch in einigen Saerbecker Familien vorhanden sind, ist ganz sicher nicht mit Geld sondern mit etwas Ess- oder Trinkbarem bezahlt worden," wussten sich Raimund Lohaus und Ludger Dierksmeier zu erinnern.
Foto: Heimatverein Saerbeck


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